(wi) - Die Berichte der Vereinsverantwortlichen des Sportclub Aufkirchen (SCA) im Rahmen der Jahreshauptversammlung,die in der Schulturnhalle in Wittelshofen über die Bühne ging, standen ganz im Zeichen der Corona Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen im Vereinsleben und im Spielbetrieb.

Seinen ersten Tätigkeitsbericht als Vereinsvorsitzender begann Jochen Egner mit einem Blick auf den Mitgliederbestand des SCA. 397  Mitglieder zählt aktuell der Verein. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um vier Prozent. Verantwortlich dafür ist neben einigen wenigen Austritten die Tatsache, daß aufgrund der erheblichen Corona bedingten Einschränkungen beim Kindertraining keine Neuzugänge zu verzeichnen waren. Ziel, so Egner, sei es deshalb nach dem wieder aufgenommenen Spielbetrieb vor allem Kinder und deren Eltern zum Vereinsbeitritt zu animieren. Man gehe von Vorstandsseite davon aus, daß dies auch gelingen wird. 15 Euro Jahresbeitrag für ein Kind sollten für jeden machbar sein, bietet der Verein doch dafür einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung von Sozialkompetenz, einer sportlichen Ausbildung und der Mitgabe von gesundem Ehrgeiz, sowie einen umfassenden Versicherungsschutz.

Finanziell ist der Club nach den Worten des Vereinschefs im abgelaufenen Vereinsjahr gut über die Runden gekommen. So habe man von staatlicher Seite sehr schnell und unbürokratisch Zuschüsse wegen coronabedingter Einnahmeausfälle erhalten. Bereits frühzeitig konnte der Verein die Weichen für den weiteren sportlichen Verlauf stellen. Die Verträge mit den sportlich verantwortlichen Trainern Maik Mokos und Martin Babel wurden verlängert und Gerhard Buckel zeichnet auch künftig für die 3. Mannschaft verantwortlich. Ein großes Lob sprach Egner dem Jugendleiter Heinrich Kunder aus, der in seiner unnachahmlichen Art die Jugendabteilung mit ihren neun Jugendteams leitet und damit ein Aushängeschild des SCA ist. Egner konnte auch ein weiteres Engagement von Elisabeth Sauber vermelden, die auch künftig die Gymnastikgruppe des SC Aufkirchen leitet. Ab Oktober möchte der Club auch wieder ein Mutter-Kind-Turnen und ein Kinderturnen anbieten. Hier befinde man sich, so der Vorstand, in guten Vorgesprächen.

Kassier Werner Ströhlein bilanzierte die Finanzlage des Vereins. Auch hier hat Corona deutliche Spuren hinterlassen. So hat sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Insbesondere bei den Sportheimeinnahmen und den Eintrittsgeldern ist ein drastischer Einnahmeeinbruch zu verzeichnen. Der Finanzchef konnte auf der Einnahmeseite einen Betrag von 56877 Euro vermelden. Dem stehen Ausgaben von 51628 Euro gegenüber.Unter dem Strich konnte Ströhlein damit sogar einen Überschuß vermelden.

Zur aktuellen Baumaßnahme, die auf einen Betrag von knapp 160000 Euro beziffert ist, mußte der 1. Vorsitzende eine Beschlußfassung zur Finanzierung durch die Mitgliederversammlung herbeiführen. Sämtliche Zuschußanträge sind gestellt und alle Dokumente wurden fristgerecht bei den entsprechenden Stellen eingereicht. Lediglich die Zuschußzusage durch die Gemeinde Wittelshofen steht noch aus. Da aber nicht abzusehen ist, wann die Zuschußzahlungen fließen, muss dies durch eine Kreditaufnahme in Höhe von 70000 Euro zwischenfinanziert werden. Dem stimmte die Versammlung zu. In diesem Zusammenhang danke Egner seinem verantwortlichen Vorstandskollegen Michael Wagner und dem Bauleiter Tobias Ellrodt für deren großes Engagement beim Bau der Halle. Er dankte auch allen die sich als Helfer hier mit einbringen.

Sportbericht:

Abteilungsleiter Maco Schallenmüller hat dabei die Frage aufgeworfen "Was hat uns die Corona Pandemie gelehrt". Ein Mannschaftssport wie der Fußball, so Schallenmüller, ist auch eine Schule fürs Leben. Teamfähigkeit, die Akzeptanz von Regeln und Hierarchien bis hin zum Führunsspieler und die körperliuche Fitness werden gefördert. Das alles zusammen mit einem aktiven Vereinsleben hat während der Pandemie gefehlt. Insgesamt acht Monate herrschte sportlicher Stillstand. Diese Zeit war für die Verantwortlichen von zahlreichen Online-Meetings auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene geprägt. Abstimmungen über Ligareformen und neuen Spielmodellen waren  an der Tagesordnung. Auf Vereinsseite war man sich auch unschlüssig wie und in welchem Format es nach Corona weitergehen sollte. Nachdem 48 aktive Spieler des SCA ihre Zusage weiter am Spielbetrieb teilzunehmen und weitere 18 Akteure ihre Bereitschaft im Notfall auszuhelfen, abgaben, hat man für die neue Spielzeit wieder drei Mannschaften für den Herrenspielbetrieb gemeldet.

Für die im Urlaub weilenden Spielleiter der 2. und 3 Mannschaft, Tobias Ellrodt und Christopher Beck, gab Schallenmüller den Bericht üer diese Mannschaften ab. Die 2. Mannschaft landete bei coronabedingtem Abbruch der Saison in der A-Klasse 1 auf einem tollen zweiten Platz, der allerdings laut Beschluß des Bayer. Fußballverbandes nicht zur Aufstiegsrelegation reichte. In der aktuellen Spielzeit belegt das Team nach sechs gespielten Runden den vierten Tabellenplatz. In der Torschützenliste rangieren Jochen und Christoph Egner, sowie Amir Karabegovic ganz vorne.

In der B-Klasse 1 beendete die 3. Mannschaft die abgebrochene Saison auf einem beachtlichen siebten Tabellenplatz. Aktuell steht das Team in der neuen Spielzeit auf Rang sechs.

Spielleiter Hans Knödel berichtete über das Bezirksligateam. Beim Abbruch der Spielzeit belegte man den 11. Tabellenplatz, wobei man in 21 Spielen achtmal als Sieger und elfmal als Verlierer vom Platz ging. Unter dem Strich eine wenig befriedigende Bilanz. Weit besser ist man in die neue Spielzeit gestartet, in der man sich mit Daniel Holzmann und Johannes Winterhalter verstärken konnte.Derzeit ist man in der Bezirksliga Süd Tabellenführer. In der internen Torschützenliste rangieren Simon Babel und Sebastian Beck ganz vorne. In der Qualifikationsrunde zum Totopokal zog man gegen der Bayernligistgen SV Feucht mit 2:4 den Kürzeren. Das Kreispokalfinale wurde mit 1:3 gegen Steinachgrund verloren.

Jugendleiter Heinrich Kunder informierte ausführlich über den Jugendspielbetrieb. Insgesamt hat der SCA acht Jugendmannschaften von der A bis zur G-Jugend gemeldet. Seit Jahren wird der Jugendspielbetrieb mit einer sehr gut funktionierenden Spielgemeinschaft mit Dorfkemmathen und Sinbronn betrieben. Im A bis D-Jugendbereich sind nun Ehingen und Röckingen zur bestehenden Spielgemeinschaft hinzugestoßen. Leider mußten wir vor einem Jahr nach nur wenigen Trainingseinheiten und Punktspielen in eine lange Coronazwangspause gehen, erläuterte Kunder. Gerade für die Kleinsten, denen das Fußballtraining in so vielen Bereichen hilft sich weiter zu entwickeln war das natürlich sehr schade. Im 'Februar hatte Rene Urban für die Jüngsten testweise ein Online-Sporttraining angeboten. Dies ist so gut aufgenommen worden, dass über zehn Wochen lang jeden Sonntagabend fleißig vor dem Bildschirm trainiert wurde. Die Befürchtungen, dass sich viele Jugendliche an ein Leben ohne Fußball gewöhnen können hat sich nicht bestätigt. Die Nachwuchskräfte sind nach der Coronazwangspause wieder auf den Sportplatz zurückgekehrt. Wir Trainer und Betreuer, so Kunder, haben während der Zwangspause versucht möglichst viel Kontakt zu den Jugendlichen zu haben, damit der Fußball nicht in Vergessenheit gerät. Zum Schluß seiner Ausführungen dankte der Jugendleiter allen Trainern und Betreuer, die sich immer wieder bereit erklären in der Jugendarbeit tatkräftig mitzumachen.

In seinem Grußwort gratulierte Bürgermeister Werner Leibrich den Geehrten für ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft und ihr Engament für die Verein. erfreut zeigte er sich über die aktuellen sportlichen Erfolge des Bezirksligateams. Auch er ermunterte die Eltern ihre Sprößlinge gerade in Coronazeiten zum Spot zu motivieren. Schließlich versprach er einen Zuschußentscheid zur SCA-Baumaßnahme in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen herbeizuführen.

Ehrungen:

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des SC Aufkirchen konnten die beiden Vorsitzenden Jochen Egner und Tim Friedrich zahlreiche Vereinsmitglieder für ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft und ihr großes Engagement ehren. Egner zeichnete seinen Vorgänger Jürgen Friedrich, der den Verein 21 Jahre als 1. Vorsitzender führte, zum Ehrenvorsitzenden aus. Zu Ehrenmitgliedern wurden Reiner Beck, der 25 Jahre die Position des 3 Vorstandes bekleidete, und Karl Schöllhammer, der sich seit Jahrzehnen in verschiedenen Funktionen in den Verein einbringt, ernannt.

Für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Hans Knödel, Gerhard Buckel, Heinrich Kunder und Gerhard Schwabe ausgezeichnet. Seit vier Jahrzehnten halten Lore Burger, Brigitte Schülein, Werner Schmitz, Karl Heuchel, Harald Schneider und Reiner Beck dem SCA  die Treue. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft können Dieter Oechslein, Martin Weinländer, Anita Schöllhammer, Stefanie Oberhauser, Thomas Eul, Helmut Proske, Richard Meyer, Gehard Weinlängere und Walter Hofmann blicken

In seinem Schlußwort sprach 2. Vorsitzender Tim Friedrich allen seine Anerkennung und seinen Respekt aus, die sich lange der Verantwortung beim SC Aufkirchen stellten.

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